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Biografie

Katharina Mann
 
2000: Abitur
2000: Studium an der Kunstakademie Düsseldorf
2004: Meisterschüler bei Prof. Rissa
2006: Akademiebrief (Diplom)
2006: Promotionsstudium in Kunstgeschichte, Universität zu Köln
 
Ausstellungen:
 
1997 – CG Gallery in Princeton/USA
 
1997 – Galerie Unitas in Köln
 
1998 – Städtisches Museum „ Zündorfer Wehrturm“, Köln
   
1999 – „Mystic Art“ Kunstkabinett-Knauf, Köln
 
2002 – Lovells, Düsseldorf
 
2004 – „Boot“, Düsseldorf
 
2004 –städtische Galerie der Stadt Lodz im Rahmen des Festivals des Dialoges der vier Kulturen in Lodz
 
2004 – Lovells, Düsseldorf
 
2005 – Bundesverband Bildender Künstler, Düsseldorf
 
2006 – Orangerie Schloss Benrath

2006 – das Seewerk, Moers

2007 - „Passionen der Generationen – Künstlerportraits der Familie Mann“, Städtische Galerie Lodz

2008 - Kunstturm Ratingen

2008 - Landesausstellung NRW, BBK Köln

2008 - TA Galerie, Krakau



Vorwort

Meine Arbeit, die sich fast ausschließlich mit dem Thema Frau und Tod beschäftigt, ist der Versuch,
der menschlichen Natur etwas näher zu kommen. Ich weiß, dass es ihnen unnatürlich scheinen mag,
diese Themen mit einander in Verbindung zu setzten, aber ich hoffe, dass sie mich besser verstehen
werden, wenn Sie meine Basisideen bezüglich der Teilthemen durchlesen.

Vivere noluit, qui mori non vult. (Wer nicht sterben will, hat auch das Leben nicht gewollt.):
Ein Thema, das ich seit 3-4 Jahren immer wieder in meine Werke mit einfließen lasse, ist der Tod.
Ich stelle dabei nicht den Tod einer bestimmten Person dar, sondern zeige Frauen die über den
Tod nachdenken und feststellen, dass der Tod zwar für die Hinterbliebenen eine sehr schmerzhafte
Erfahrung ist, jedoch zum Leben dazu gehört, wie auch die Geburt ein Teil des Lebens ist.

Der Tod ist somit nur das Resultat eines Ereignisses, wie z.B. eine Krankheit oder ein Unfall,
nicht jedoch die treibende und bösartige Macht, als die er in der Vergangenheit dargestellt wurde.
Aus diesen Überlegungen resultierte für mich, dass die Personifizierung des Todes weiblich sein muss,
zwar bewaffnet, um ihre Macht zu untermauern, jedoch nicht Angst einflössend (siehe Bild).

Jede dieser Frauen ist in einem Moment ihres Daseins dargestellt, in dem sie darüber nachdenkt,
wieso sie einen Verlust erleiden musste, und in dem sie versucht, in die Zukunft zu blicken.
Daraus ergibt sich der Gedanke an das Leben und damit die Akzeptanz des Todes.

Die Natur der Frau:
Im meinem neuesten Teilthema widme ich mich dem Akt. Mit diesem Thema kann ich nicht nur
die Natur der Frau im körperlichen Sinne darstellen, sondern kann auch, genau wie bei dem Thema Tod,
Frauen in einer nachdenklichen Atmosphäre darstellen. Weiterhin ist es mir so möglich,
anders als bei den anderen Themen, die Verletzlichkeit der Frau hervorzuheben.
Denn im Gegensatz zu den früheren Werken versuche ich hier, keine starken, sondern sanfte,
ja fast schon zerbrechliche Wesen zu zeigen, die zwar real sind, doch durch ihre Haltung
und ihren Blick wirken, als seien sie mit ihrem Geist an einem ganz anderen Ort.

Die „geistlosen“ Körper, wie ich sie hier nennen möchte, habe ich auf Sockeln dargestellt,
um diese Frauen wirken zu lassen wie Statuen, deren Körper in diesen Raum zwar vorhanden sind,
deren Gedanken und Wille jedoch aus ihnen entschwunden sind, was sie sehr verletzlich wirken lässt,
da sie zu keinerlei Abwehrreaktion fähig wären. Wir können sie ansehen, ohne dass sie sich dagegen
wehren könnten. Alles um sie herum scheint ihnen egal zu sein, nur ihre Gedanken sind ihnen wichtig.

Portraits:
Das Thema Portrait ist für mich eine gute Möglichkeit Charaktere zu zeigen mit Hilfe
verschiedener Stilmittel. Ich verwende dabei Modelle aus meiner Umgebung, wie meine Mutter
und meine Freundinnen, aber ich bediene mich auch der Fotos verschiedener Prominenter.
Vor allem Schauspielerinnen der 40er, 50er und 60er Jahre haben es mir angetan.

Jeder dieser Frauen, die ich darstelle, ist auf ihre Art schön, doch mir geht es nicht allein
um ihre Schönheit, sondern vor allem um die Stärke und die Einzigartigkeit, die sie ausstrahlen.

Die sieben Todsünden
Im ersten Brief des Johannes steht geschrieben:
„Denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches, die Begierde der Augen und das Prahlen
mit dem Besitz, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.“

Von diesem Satz ausgehend wurden die sieben Todsünden formuliert.
Ich beschloss die personifizierten Todsünden als Kinder darzustellen und sie nicht nur durch ihre Handlung
zu kennzeichnen, sondern auch durch die Stofftiere.


Ich hoffe, Ihnen mit dem Geschrieben einen kleinen Eindruck von meinen Ideen und Arbeitsweisen
verschafft zu haben, und bitte Sie, mich bei eventuellen Fragen anzuschreiben,


Ihre Katharina Mann

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Foreword

My work is exclusively concerned with the topic of „woman and death”.
It may appear unnatural to combine the two, but I hope that you will have a better
understanding of this subject once you have read my basic ideas about its different aspects.

“Vivere noluit, qui mori non vult“
(a human being who does not want to die is one who wanted life):
The subject that has influenced my work for 3 to 4 years is death. I don’t picture the death
of a specific person, but I show women thinking about death. They realise that death,
though painful for those left behind, belongs to life and is therefore, just as birth, a part of life.
Death is therefore merely the result of an event, like disease or an accident, but not a driving
or evil power as was shown over time in history. My deliberations have led me to conclude that
the personification of death has to be female. The women are strong and powerful but are also
non-threatening (please refer to my picture of a woman who IS death itself.)
Each of these women is shown as thinking about the reason she has dad to bear a loss
but she is also trying to look to the future. This results in thoughts about life and in the
acceptance of death.

The nature of woman:
My newest topic concerns nude paintings. This topic not only shows the physical nature of women,
but also women in a pensive mood, as a reflection of death itself. Furthermore, this subject enables
me to emphasize the vulnerability of women. In contrast to my earlier work, I try to show not strong
but delicate almost fragile people, who are real and whose stance and appearance is as if their minds are
elsewhere. The ”mindless” bodies, as I like to call them, are shown standing on pedestals to make
the women appear like statues. Their bodies are in a certain place but their thoughts and soul have disappeared. This makes them appear vulnerable and defenceless. We look at them and
they cannot stop us from doing so. Everything is of no importance to them,
except their own innermost thoughts.

Portraits:
The subject of portraits gives the possibility of showing various characters by using
different stylistic devices. I use models from my environment, like my mother and girl friends,
but I also use pictures of different famous people. Actresses of the ´40s, ´50s and ´60s are of
special interest to me.

Each of these women, as I portray them in my pictures, is beautiful in her own special way.
Not only their beauty, but especially the strength and uniqueness which they emanate, are
of great importance.

I hope my introduction gives you a small insight into my ideas and working procedures.
Please do not hesitate to contact me if you have any queries or further questions
which I will be happy to answer.

Katharina Mann
June 2004



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